- Ärztliche Leiterin der Rehaklinik Enns (seit Januar 2021)
- Leiterin der Pneumologischen Rehabilitation an der Rehaklinik Enns (seit Mai 2019)
Der Lungenfunktionstest dient dazu, die Leistungsfähigkeit der Lunge zu überprüfen. Dabei wird gemessen, wie viel Luft ein- und ausgeatmet werden kann und wie gut die Atmung funktioniert.
Mithilfe dieser Untersuchung lässt sich Verengung der Bronchien erkennen, beispielweise bei Asthma oder COPD. Beide Erkrankungen beruhen auf chronischen Entzündungsprozessen, die vor allem die Bronchien betreffen. Asthma kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter Allergene, Infektionen, Stress, bestimmte Medikamente oder körperliche Überbelastung. Die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine fortschreitende Verengung der Atemwege. Hauptursache ist meist das Rauchen, zunehmend spielen jedoch auch Feinstaubbelastung und berufliche Schadstoffexposition eine Rolle.
Durchführung:
Die Untersuchung findet in der Regel in entspannter Sitzposition statt. Sie umschließen ein Mundstück fest mit den Lippen, während die Nase mit einer Klemme verschlossen wird, sodass die Atmung ausschließlich über den Mund erfolgt. Wenn Sie Inhalationsmedikamente verwenden, klären Sie bitte vorab, ob diese vor der Untersuchung angewendet werden sollen.
Zunächst atmen Sie fünf bis sechs Mal ruhig ein und aus. Anschließend werden Sie aufgefordert, so lange wie möglich auszuatmen, danach tief einzuatmen und unmittelbar darauf kräftig und vollständig wieder auszuatmen.
Während der gesamten Untersuchung werden Sie angeleitet. Über einen Bildschirm können Sie die einzelnen Schritte mitverfolgen. Das Mundstück ist mit einem Messgerät verbunden, das bei jedem Atemzug das ein- und ausgeatmete Luftvolumen erfasst und die Ergebnisse in Form einer Kurve auf dem Display darstellt.